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1. Ziel: Spieler entlasten & unterstützen

Klar fragst du dich, ob der mediale Druck bei einem Coming out nicht zu hoch ist. Daher lassen wir gezielt gemeinsam den Druck ab, damit du normal behandelt wirst. Den Anfang machen wir mit anonymen Äußerungen von Semi-Profis und einem später darauf folgendem Gruppencomingout der Semi-Profis. Dabei können wir als Anlaufstelle ein Gruppencomingout koordinieren, um den medialen Druck auf den einzelnen Spieler noch weiter zu reduzieren. Wichtig dabei: Du entscheidest zu 100% selbst ob du dich outen möchtest oder nicht. Anschließend wiederholen wir dieses Prinzip der anonymen Äußerungen mit den Profis. So lange, bis der Druck abgebaut ist und du entlastet bist. Deshalb bieten wir unsere Anlaufstelle für dich an, um auf diese Lösung hinzuweisen, und dich über unser umfangreiches Betreuungsangebot stark zu machen, dich anonym (also ohne Risiko) zu äußern.

2. Ziel: Unterstützung von Fans, Vereinen und privatem Umfeld sichern

Wie wird mein Verein reagieren, wie die Fans? Das sind berechtigte Fragen! Daher bauen wir über das Coming out der Semi-Profis gezielt genug Einfluss auf, um über Fanaktionen im Stadion die Unterstützung der Fans sicherzustellen. Auch werden wir dann zusammen mit den Vereinen Richtlinien erarbeiten, wie das Antidiskriminierungsgesetz optimal im Fußball umgesetzt werden kann, um dir ein sicheres Coming out am "Arbeitsplatz" zu ermöglichen. Das ist dein gutes Recht! Zusätzlich beraten wir dich, wie du am besten ein Coming out im privaten Umfeld durchführen kannst, falls gewünscht. 

3. Ziel: Bildungspolitik

Homosexuelle Jugendliche haben ein erhöhtes Suizidrisiko! Wie kann das sein, wenn die Bildungspolitik ihre gesetzliche Aufsichtspflicht wahrnimmt?

Deshalb ist folgendes wichtig:

  1. Alle Schüler sollen alle zwei Jahre vom Vertrauenslehrer über ihre Schutzrechte gegen Mobbing informiert werden. 

  2. Dabei muss besonders auf die Problematik des Mobbings von homosexuellen Schülern eingegangen werden.

  3. Auch sollte der Vertrauenslehrer alle Schüler darum bitten, homophobes Mobbing bei ihm zu melden, sollten sie davon etwas mitbekommen.

  4. Harte Konsequenzen bei homophobem Mobbing müssen angekündigt und auch durchgeführt werden. Absolute Vertraulichkeit muss den betroffenen Schülern zugesichert werden.

 

I. Fußball ist der wichtigste Themenbereich, um Homophobie zu bekämpfen und homosexuellen Jugendlichen zu helfen

Homophobie ist nach wie vor ein großes Problem:

  • Über 100 homosexuelle Jugendliche nehmen sich im Jahr das Leben und ca. 27000 Bi- und Homosexuelle versuchten es dieses Jahr.

  • Ca. 1,42 Millionen Homosexuelle müssen sich in Deutschland an ihrem eigenen Arbeitsplatz verstecken. Ebenso sind über 10 Millionen Beziehungen in Deutschland durch ein Versteckspiel beeinträchtigt. 

  • Ca. 123000 Homosexuelle wurden von ihren Eltern verstoßen.

  • Ca. 615000 Homosexuelle wurden bereits angegriffen.

Ja, diese Zahlen stimmen leider! Alle statistischen Quellen hier. Erklären lässt sich das erschreckende Ausmaß so: 5% der Bevölkerung ist solidarisch mit Homosexuellen, aber 20% ist homophob. Dieses schlechte Kräfteverhältnis erklärt das Ausmaß der Homophobie (Belege dazu).

Die meisten Menschen wissen einfach nicht wie hässlich die Realität ist und denken daher, dass ihre Solidarität gar nicht wichtig ist (Belege dazu). Entscheidend ist also, dass wir möglichst viele Menschen über die Probleme aufklären, damit möglichst viele Menschen sich mit uns solidarisieren! Und eins ist klar: Mehr Problemaufmerksamkeit als Fußball geht nicht. Zusätzlich hat der Fußball eine enorme Vorbildfunktion auf die Jugend. Daher ist Fußball der wichtigste Themenbereich, um Homophobie zu bekämpfen und eine solidarische, tolerante Gesellschaft zu schaffen!

II. Situation der Spieler realistisch benennen, statt zu beschönigen:

Von 200 schwulen Spielern der 4. und 5. Liga (3% von 6800) ist in Deutschland kein einziger out. Genauso bei den Profis der 1. - 3. Liga: Hier sind von 30 Profis (3% von 1000) kein einziger out! Warum? Ist doch klar: Die hohe mediale Aufmerksamkeit nach Hitzelsbergers Coming out hat viele abgeschreckt. Auch stehen viele Spieler unter einem hohen medialen Druck. Das Fluter Interview, neueste Äußerungen eines englischen Spielers, anonyme Äußerungen auf redditÄußerungen eines Ex-Profis bestätigen das übereinstimmend. Wenn Spieler so übereinstimmend von hohem Druck reden, dann sollten wir das ernst nehmen statt zu beschönigen! Es sollte sich mehr tun für Spieler wie dich. Daher arbeiten wir für dich daran, den medialen Druck spürbar zu reduzieren. Deshalb unser Ziel 1. Auch ist es Fakt, das Homophobie noch nicht raus aus den Köpfen der Menschen ist - weder im Stadion noch im privaten Umfeld. Daher unterstützen wir dich über unser Ziel 2. 

III. Weg von der Schulddebatte - hin zu Lösungen:

Ja, auch bei uns hat diese Einsicht Zeit gebraucht: Die Debatte zu Homophobie im Fußball hängt seit Jahren an der immer gleichen Frage fest: Liegt es jetzt an den Fans, den Medien oder an den Funktionären? Diese Debatte hat zu nichts geführt außer zu gegenseitigen Schuldzuweisungen.  Stattdessen sollte sich jeder einzelne fragen: Was kann ich konkret tun, um die Situation zu verbessern? Wir haben uns diese Frage gestellt, und unsere Antwort heißt gayPlayersUNITE! 

 

Pressestimme zum Thema:

n-tv:

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) [...] schützt gegen "Benachteiligungen […] der sexuellen Identität". […], dass aber die Strukturen in Deutschland schwule Fußballer noch nicht genug unterstützen, ist eine Tatsache.

mitmachen!

nur 1h reicht!

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Strategy Deep Dive